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8 09, 2014

08.09.2014

Artikel in Wohnungswirtschaft heute "Steigerung der Energeieffizienz von Gebäuden im Bestand - Sanierungskataloge als Entscheidungshilfe" von Alexander Malkwitz und Christian Karl

1 09, 2014

01.09.2014

Nutzen von Nebenangeboten (Position von Wulf Himmel und Alexander Malkwitz) Durch Nebenangebote können finanzielle Ersparnisse in einer Größenordnung von 5 % bis 10 % erzeugt werden. Ein volkswirtschaftlicher Nutzen ergibt sich durch den Anreiz zu Innovationen durch die Bieter. Bieter können mit guten Nebenangeboten die Wahrscheinlichkeit erhöhen, einen Auftrag zu erhalten. Durch die Zulassung von Nebenangeboten können damit volkswirtschaftlich effizientere Allokationen erreicht werden. Gerade die öffentlichen Bauherren sollten daher konsequent die Möglichkeiten nutzen, die sich ihnen durch Zulassung von Nebenangeboten bieten. Die Beurteilung eines Angebotes sollte daher nicht nach dem Preis alleine erfolgen, sondern es sollte der Nutzen ermittelt werden, der sich durch das Bauwerk selbst und seine Erstellung für den Auftraggeber ergibt. Die Mindestanforderungen an Nebenangebote sollten gewerkebezogen angegeben werden und nach Möglichkeit quantifizierbar sein. Die Nennung einschlägiger Richtlinien oder Normen ohne konkreten Bezug zum Projekt reicht nach einem Beschluss des EuGH nicht aus. Nur dann kann der Bieter erkennen, ob seine Überlegungen zu einem möglichen Nebenangebot erfolgversprechend sind. Werden die Gewerke, zu denen Nebenangebote zugelassen sind, bereits mit der Bekanntmachung genannt, erkennt der potentielle Bieter bereits zu diesem Zeitpunkt, ob das Anfordern der Verdingungsunterlagen für ihn sinnvoll ist. Eine Quantifizierung erleichtert eine objektive Entscheidungsfindung. Die Zuschlagskriterien sollten so gewählt werden, dass sich mit ihnen der Nutzen des Bauwerks und seiner Erstellung ermitteln lässt. Im allgemeinen Fall ergibt sich der Nutzen eines Projektes aus dem Preis, der Qualität, und der Bauzeit. Preis und Bauzeit lassen sich objektiv messen. Die Beschreibung der Qualität bereitet mehr Schwierigkeiten, da sie einen Sammelbegriff für eine Vielzahl von Eigenschaften darstellt. Die Forderung nach einer „insgesamt guten Qualität“ reicht damit nicht aus, sondern es sind spezifische quantitative Faktoren zu formulieren, die einen Einfluss auf den Nutzen haben. Beispielsweise ist die Lärmemission bei innerstädtischen Baustellen von erheblich größerer Bedeutung als in unbesiedelten Gebieten. Die öffentliche Vergabestelle hat hier die Möglichkeit, soziale Kosten in die Angebotswertung einfließen zu lassen. Dieser Möglichkeit werden sich Privatunternehmen vor dem Hintergrund des Ziels der Gewinnmaximierung nicht bedienen können, die öffentlichen Auftraggeber haben hier aber eine etwas anders gelagerte Aufgabe. Unter der Annahme, dass die Teile der Leistungsbeschreibung, zu denen keine Nebenangebote zugelassen sind, so detailliert und abschließend formuliert sind, dass sich die Angebote in nichts als dem Preis unterscheiden können, ist es möglich, die Zuschlagskriterien ausschließlich auf die übrigen Teile der Leistungsbeschreibung und damit auch die Nebenangebote anzuwenden. In der Mehrzahl der Fälle jedoch ist die Leistung nicht vollumfänglich und abschließend beschrieben, so dass der Nutzen unter Verwendung des gesamten Angebotsinhaltes zu ermitteln ist.

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